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Es werden Posts vom März, 2026 angezeigt.

Die Ehefrau (Freida McFadden)

Ich habe durch Freida McFadden meine Liebe zu Thrillern entdeckt und jedes ihrer Bücher bestätigt mir das aufs Neue. Auch dieses hier habe ich wieder in einem Rutsch gelesen. Die kurzen Kapitel sorgen dafür, dass man immer noch „nur ein Kapitel“ lesen will und plötzlich ist das Buch durch. Ich möchte einfach nicht über meine Vergangenheit reden. Das ist einfach zu schmerzhaft. - S. 160  Die Geschichte hat mich direkt gepackt und ich war sofort mitten drin. Sylvia, die dringend einen Job braucht, nimmt eine Stelle als Pflegekraft an und zieht dafür in ein abgelegenes Haus. Dort soll sie sich um Victoria kümmern, die nach einem Unfall stark eingeschränkt ist. Schon früh merkt man, dass in diesem Haus etwas nicht stimmt, und genau dieses Gefühl zieht sich durch das ganze Buch. Besonders mochte ich, wie schnell Spannung aufgebaut wird. Durch Victorias Tagebuch verschiebt sich der Blick auf die ganze Situation immer wieder, sodass ich ständig wissen wollte, was wirklich passiert ist. A...

Frankie – Unter Menschen (Jochen Gutsch)

Aber im Leben isses nicht immer so, dass man ne Riesenmotivation hat. Manchmal gibt's einfach nur keine Alternative. - S. 36  Frankie unter Menschen ist der zweite Band der Frankie-Reihe, deshalb sollte man Band 1 vorher gelesen haben. Der Einstieg fällt aber trotzdem leicht, weil es am Anfang einen kurzen Rückblick gibt. Wenn Band 1 also schon etwas her ist, kommt man gut wieder in die Geschichte rein, da zu Beginn kurz aufgegriffen wird, wie der erste Teil geendet hat und worum es dort ging. Unglück zieht Unglück an. Aber Glück zieht kein Glück an. - S. 126   Mir hat der zweite Band sogar noch besser gefallen als der erste. Ich habe das Buch an einem Tag verschlungen, weil es sich so angenehm lesen lässt und Frankie einfach eine großartige (sußer süße) Hauptfigur ist. Er ist witzig, klug und auf seine ganz eigene Art auch ziemlich weise. Gerade sein Blick auf die Menschen und die Welt ist wieder herrlich zu lesen. Wenn Worte nicht rausdürfen, Gedanken und Fragen, da geht m...

Silver Pines Ranch 3: Riding The High (Paisley Hope)

Ich habe Riding The High gelesen, ohne die ersten beiden Bände der Reihe zu kennen, und bin trotzdem gut in die Geschichte hineingekommen. Die Bücher lassen sich nämlich problemlos unabhängig voneinander lesen. Nach diesem Band haben es Teil eins und zwei auf meine Wunschliste geschafft, weil mir das Setting der Silver Pines Ranch-Reihe grundsätzlich gut gefallen hat. Wir haben es anders gemacht als die anderen. Auf unsere Art. Und ich will gar nichts dran ändern. - S. 422 Die Geschichte rund um Cole und Ginger klang für mich eigentlich nach einer Romance, die genau meinen Geschmack treffen könnte. Small-Town-Vibes, spontane Ehe und eine gemeinsame Vorgeschichte bringen viel Potenzial mit. Beim Lesen hat mich das Ganze dann aber leider nicht so gepackt, wie ich es mir erhofft hatte. Der Schreibstil liest sich angenehm und flüssig, sodass man schnell durch das Buch kommt. Trotzdem hat mir etwas gefehlt. Vor allem konnte ich keine richtige Bindung zu Cole und Ginger aufbauen. Ich hatte...

Das schönste aller Leben (Betty Boras)

 "Ich muss so vieles wiedergutmachen. Aber es gibt kein Gutmachen, weil es nicht mehr gut wird, nur vielleicht ein bisschen weniger schlimm." - S. 32 Leider hat es mich insgesamt nicht überzeugt. Ich war mehr als einmal kurz davor, das Buch abzubrechen, weil mich die Geschichte nicht richtig packen konnte. Der Roman erzählt auf mehreren Zeitebenen von Theresia und Vio. Grundsätzlich finde ich solche Erzählweisen spannend, hier hat es für mich aber nicht richtig funktioniert. Die einzelnen Handlungsstränge konnten mich nicht wirklich fesseln und wirkten stellenweise eher langatmig. Was für mich am schwersten gewogen hat, war die fehlende emotionale Verbindung zu den Charakteren. Ich konnte keinen richtigen Draht zu ihnen aufbauen, wodurch mich viele Entwicklungen kalt gelassen haben. Die Figuren blieben für mich zu oberflächlich und ich hatte oft das Gefühl, ihnen eher von außen zuzusehen, statt wirklich mit ihnen mitzufühlen. "Love it. Change it. Or leave it. Aber alles ...

Wenn die Kraniche nach Süden ziehen (Lisa Ridzén)

Wow wow wow. Dieses Buch hat mich sehr berührt. Während des Lesens habe ich viele Stellen markiert, weil so viele Gedanken und Beobachtungen darin stecken, die nachwirken. Wenn die Kraniche nach Süden ziehen ist eines dieser Bücher, bei denen man immer wieder kurz innehält, weil ein Satz oder eine Szene einen besonders trifft. Die Geschichte handelt von Bo, einem alten Mann, der merkt, dass sein Körper immer schwächer wird und sein Leben langsam kleiner wird. Seine Tage bestehen aus Routinen, Erinnerungen und den Besuchen seines Sohnes sowie der Pflegekräfte. Besonders wichtig ist für ihn sein Hund Sixten, der ihm Halt gibt und für ihn ein Stück Selbstständigkeit und Normalität bedeutet. Gleichzeitig spürt man beim Lesen immer stärker, dass Veränderungen unausweichlich sind. Die Geschichte erzählt viel über das Älterwerden, über Verlust, über unausgesprochene Worte und über die komplizierten Beziehungen innerhalb einer Familie. Gerade die Beziehung zwischen Bo und seinem Sohn hat mich ...

Alle glücklich (Kira Mohn)

Das Buch hat mich sehr überrascht. Es war mein erstes von Kira Mohn und ganz sicher nicht mein letztes. Ich habe es an einem Tag innerhalb weniger Stunden verschlungen, weil ich den Schreibstil so mochte und immer weiterlesen wollte. Die Geschichte liest sich sehr flüssig, wirkt dabei aber nie oberflächlich, sondern regt immer wieder zum Nachdenken an. Erzählt wird aus den Perspektiven von Nina, Alexander, Emilia und Ben. Gerade dieser Wechsel hat für mich sehr gut funktioniert, weil man nach und nach merkt, wie viel in dieser Familie unausgesprochen bleibt. Nach außen scheint alles in Ordnung zu sein, doch mit jeder Seite bröckelt dieses Bild mehr. Besonders gelungen fand ich, wie lebensnah und nachvollziehbar die Gedanken und Konflikte der einzelnen Figuren geschrieben sind. Nicht alle waren mir sympathisch, aber genau das hat sie für mich glaubwürdig gemacht. Inhaltlich ist das Buch ziemlich intensiv, weil es viele Themen aufgreift, die mitten aus dem Alltag kommen. Es zeigt sehr ei...

Der Gott und die Füchsin (Sophie Kim)

Die Geschichte hat mich schnell in ihren Bann gezogen. Schon nach wenigen Seiten wollte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die Welt, die Sophie Kim erschafft, ist lebendig und detailreich, sodass beim Lesen ein richtiges Kopfkino entsteht. Der Schreibstil hat mir richtig gut gefallen, weil er die Atmosphäre der Geschichte sehr gut transportiert und gleichzeitig leicht zu lesen ist, sodass ich das Buch innerhalb von zwei Tagen verschlungen habe. Zu Beginn hatte ich etwas Angst, dass ich die ganzen Charaktere nicht auseinander halten kann, da auch Nebencharaktere ihren Platz in der Geschichte finden, aber das war letztendlich nicht der Fall, weil alle Charaktere klar voneinander abgegrenzt sind und man schnell ein Gefühl für ihre jeweilige Rolle bekommt. Im Mittelpunkt stehen die Füchsin Hani und der gefallene Trickster-Gott Seokga. Ihre Dynamik hat für mich einen großen Teil des Reizes der Geschichte ausgemacht. Beide Charaktere sind moralisch nicht eindeutig gut oder böse...

Namen (Florence Knapp)

Das Buch hat mich von der ersten Seite an gepackt. Die Idee dahinter ist mal etwas ganz anderes und hat mich sofort neugierig gemacht. Ich habe es schnell gelesen und war durchgehend gespannt, wie sich die einzelnen Lebenswege entwickeln. Für mich hatte das Buch definitiv Highlight-Potenzial. Die Geschichte beginnt mit Cora, die den Namen ihres neugeborenen Sohnes eintragen lassen soll. Drei Namen stehen zur Auswahl und mit jeder Entscheidung verzweigt sich die Geschichte in eine andere Zukunft. Der Roman erzählt diese drei möglichen Lebenswege parallel. Die Kapitel wechseln fortlaufend zwischen den Versionen, sodass man die Entwicklungen direkt miteinander vergleichen kann. Dadurch entsteht ein starker Kontrast zwischen den einzelnen Lebensrealitäten. Beim Lesen wird schnell deutlich, wie sehr ein einzelner Moment bzw. eine Entscheidung alles verändern kann. Gleichzeitig habe ich gemerkt, dass ich mir stellenweise gewünscht hätte, jede Version in einem eigenen, geschlossenen Absch...