Ich habe Riding The High gelesen, ohne die ersten beiden Bände der Reihe zu kennen, und bin trotzdem gut in die Geschichte hineingekommen. Die Bücher lassen sich nämlich problemlos unabhängig voneinander lesen. Nach diesem Band haben es Teil eins und zwei auf meine Wunschliste geschafft, weil mir das Setting der Silver Pines Ranch-Reihe grundsätzlich gut gefallen hat.
Wir haben es anders gemacht als die anderen. Auf unsere Art. Und ich will gar nichts dran ändern. - S. 422
Die Geschichte rund um Cole und Ginger klang für mich eigentlich nach einer Romance, die genau meinen Geschmack treffen könnte. Small-Town-Vibes, spontane Ehe und eine gemeinsame Vorgeschichte bringen viel Potenzial mit. Beim Lesen hat mich das Ganze dann aber leider nicht so gepackt, wie ich es mir erhofft hatte. Der Schreibstil liest sich angenehm und flüssig, sodass man schnell durch das Buch kommt. Trotzdem hat mir etwas gefehlt. Vor allem konnte ich keine richtige Bindung zu Cole und Ginger aufbauen. Ich hatte das Gefühl, dass ich ihre Geschichte eher von außen beobachte, statt wirklich mit ihnen mitzufühlen. Auch die Beziehung der beiden konnte mich nicht richtig überzeugen. Zwar ist da von Anfang an eine gemeinsame Vorgeschichte spürbar, aber für mich ist der Funke nie ganz übergesprungen. Ich habe weder die emotionale Tiefe noch diese besondere Spannung zwischen ihnen gefühlt. Die romantischen Momente haben mich daher nicht so erreicht, wie ich es mir gewünscht hätte.
»Ich verspreche es. Du und ich, Cole, was könnte da schiefgehen?« - S. 103
Was mir dagegen gefallen hat, war das Setting rund um Silver Pines. Man merkt, dass hinter der Reihe eine größere Welt mit wiederkehrenden Figuren steckt und genau das hat neugierig auf die anderen Bände gemacht. Auch die Nebenfiguren haben dafür gesorgt, dass sich die Geschichte nicht komplett leer angefühlt hat. Deshalb haben Band eins und zwei nach diesem Buch trotzdem ihren Weg auf meine Wunschliste gefunden.
Ganz gleich, was in meinem Leben geschieht, ganz gleich, welchen Herausforderungen ich mich stellen muss, die sanften Hügel in Silver Pines und Sugarland Mountain schenken mir Frieden und Bodenständigkeit. So etwas findet man nirgendwo sonst. - S. 115
Insgesamt war es für mich eine Romance mit guter Ausgangsidee, die mich in der Umsetzung aber emotional nicht überzeugen konnte. Es ist also ein süßes Buch für zwischendurch, aber leider kein Highlight. Deshalb sind es am Ende 3 von 5 Sternen geworden.
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