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Das schönste aller Leben (Betty Boras)

 "Ich muss so vieles wiedergutmachen. Aber es gibt kein Gutmachen, weil es nicht mehr gut wird, nur vielleicht ein bisschen weniger schlimm." - S. 32

Leider hat es mich insgesamt nicht überzeugt. Ich war mehr als einmal kurz davor, das Buch abzubrechen, weil mich die Geschichte nicht richtig packen konnte.

Der Roman erzählt auf mehreren Zeitebenen von Theresia und Vio. Grundsätzlich finde ich solche Erzählweisen spannend, hier hat es für mich aber nicht richtig funktioniert. Die einzelnen Handlungsstränge konnten mich nicht wirklich fesseln und wirkten stellenweise eher langatmig.

Was für mich am schwersten gewogen hat, war die fehlende emotionale Verbindung zu den Charakteren. Ich konnte keinen richtigen Draht zu ihnen aufbauen, wodurch mich viele Entwicklungen kalt gelassen haben. Die Figuren blieben für mich zu oberflächlich und ich hatte oft das Gefühl, ihnen eher von außen zuzusehen, statt wirklich mit ihnen mitzufühlen.

"Love it. Change it. Or leave it. Aber alles davon ist unmöglich. Ich hasse es. Ich kann es nicht ändern. Und verlassen kann ich höchstens mich selbst." - S. 31

Auch inhaltlich hatte ich mir mehr Tiefe erhofft. Viele Themen werden angesprochen, aber für mich nicht ausreichend ausgearbeitet. Dadurch wirkt das Buch stellenweise etwas überladen, ohne wirklich in die Tiefe zu gehen. Es bleibt vieles an der Oberfläche, obwohl eigentlich viel Potenzial da gewesen wäre.

Der Schreibstil ließ sich zwar gut lesen, konnte aber für mich nicht ausgleichen, dass mich die Geschichte insgesamt nicht wirklich erreicht hat. Am Ende sind es für mich 2 von 5 Sternen. Eine interessante Idee, die mich in der Umsetzung leider nicht überzeugen konnte.

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