Das Buch hat mich sehr überrascht. Es war mein erstes von Kira Mohn und ganz sicher nicht mein letztes. Ich habe es an einem Tag innerhalb weniger Stunden verschlungen, weil ich den Schreibstil so mochte und immer weiterlesen wollte. Die Geschichte liest sich sehr flüssig, wirkt dabei aber nie oberflächlich, sondern regt immer wieder zum Nachdenken an. Erzählt wird aus den Perspektiven von Nina, Alexander, Emilia und Ben. Gerade dieser Wechsel hat für mich sehr gut funktioniert, weil man nach und nach merkt, wie viel in dieser Familie unausgesprochen bleibt. Nach außen scheint alles in Ordnung zu sein, doch mit jeder Seite bröckelt dieses Bild mehr. Besonders gelungen fand ich, wie lebensnah und nachvollziehbar die Gedanken und Konflikte der einzelnen Figuren geschrieben sind. Nicht alle waren mir sympathisch, aber genau das hat sie für mich glaubwürdig gemacht. Inhaltlich ist das Buch ziemlich intensiv, weil es viele Themen aufgreift, die mitten aus dem Alltag kommen. Es zeigt sehr ei...
Die Geschichte hat mich schnell in ihren Bann gezogen. Schon nach wenigen Seiten wollte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die Welt, die Sophie Kim erschafft, ist lebendig und detailreich, sodass beim Lesen ein richtiges Kopfkino entsteht. Der Schreibstil hat mir richtig gut gefallen, weil er die Atmosphäre der Geschichte sehr gut transportiert und gleichzeitig leicht zu lesen ist, sodass ich das Buch innerhalb von zwei Tagen verschlungen habe. Zu Beginn hatte ich etwas Angst, dass ich die ganzen Charaktere nicht auseinander halten kann, da auch Nebencharaktere ihren Platz in der Geschichte finden, aber das war letztendlich nicht der Fall, weil alle Charaktere klar voneinander abgegrenzt sind und man schnell ein Gefühl für ihre jeweilige Rolle bekommt. Im Mittelpunkt stehen die Füchsin Hani und der gefallene Trickster-Gott Seokga. Ihre Dynamik hat für mich einen großen Teil des Reizes der Geschichte ausgemacht. Beide Charaktere sind moralisch nicht eindeutig gut oder böse...